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SCHWERPUNKTTHEMA »1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland«

Es gibt lediglich zwei urkundliche Hinweise auf Juden im ausgehenden Mittelalter. Strenge Verordnungen untersagen die Ansiedlung von Juden in Nassau-Siegen; es gilt Konkurrenz abzuhalten. Jüdischen Händlern aus Hessen wird nur die Beteiligung an Siegener Markttagen erlaubt.

Benjamin Moses aus dem Sauerland erwirbt 1797 vom Freiherrn von Fürstenberg ein Grundstück in Burgholdinghausen. Einer seiner Nachkommen ist der Siegener Hugo Herrmann.

Isaac Rosenberg, ein hessischer Händler, lässt sich 1817 in Siegen nieder und kämpft jahrzehntelang um das Bürgerrecht.

Erst durch den Bau der Bahnstrecken Köln-Siegen und Hagen-Siegen kommt es zum Ende der 1860er Jahre zum Zuzug jüdischer Familien. Sie sind Kaufleute, Metzger, Vieh- und Fellhändler.

1884 gründet sich die Synagogengemeinde Siegen. Vorsteher ist Meyer Leser Stern, gebürtig aus Hohenlimburg.

In Stadt und Kreis Siegen leben 234 Menschen jüdischen Glaubens. Das ist die höchste Zahl. 211 sind es nur noch 1933.

1904 wird die Synagoge am Obergraben feierlich eingeweiht. Nur ganze 34 Jahre wird in ihr gebetet. Einige Juden können rechtzeitig fliehen. Vier Deportationen erfolgen vom Bahngleis 4 des Siegener Bahnhofs in den Jahren 1942, 1943 und 1944 nach Zamosc, Theresienstadt. Auschwitz und Kassel-Bettenhausen.

An verschiedenen Biografien wird Traute Fries das Schicksal der vom Naziterror verfolgten Menschen in Erinnerung rufen.

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Im Siegerland wurde vor über 2000 Jahren Eisen in den größten Verhüttungsanlagen ihrer Epoche Europas in großen Mengen gewonnen. Die genaue Technik, der Ressourcenverbrauch oder die Arbeitsorganisation der keltischen Hüttenleute waren bislang unbekannt. Diesen Fragen wurde in einem mehrjährigen und sehr aufwändigen archäologischen Experiment nachgegangen, das erstaunliche Antworten erbrachte.

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Mit seinen mehr als 27 Millionen Mitgliedschaften in über 90.000 Vereinen stellt der Deutsche Olympische Sportbund die größte Organisation der Zivilgesellschaft in Deutschland dar. Sport prägt die Gesellschaft, das Gemeinwesen wiederum prägt den Sport.

Wie aber wurde der Sport zu einer Massenbewegung und einem Kulturphänomen mit Tradition - und weshalb haben sich einzelne Sportarten lokalspezifisch besonders stark entwickelt?

Solche Fragen werden im Vortrag thematisiert, insbesondere aber sollen sporthistorische Forschungsmöglichkeiten am Beispiel der Stadt Siegen aufgezeigt werden.

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Der Vortrag vermittelt anhand einiger konkreter Beispiele einen Überblick über das Wirken der Gesellschaft Jesu im Sauer- und Siegerland vor allem in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts.

Wer waren die hier wirkenden Jesuiten als Personen, was taten sie hier, in welchem Kontext kamen sie mit den Hexenprozessen in Berührung und wie stellten sie sich dazu?

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Im 15. und 16. Jahrhundert wurden in den deutschen Territorien zahlreiche Landesuniversitäten gegründet. Nicht so in Siegen.

Doch bedurfte man auch hier für die gräfliche Verwaltung, das Rechtswesen sowie die medizinische und seelsorgerliche Betreuung der Bevölkerung eines akademisch ausgebildeten Fachpersonals.

Auf Grundlage der überlieferten Matrikeln der zwischen 1450 und 1600 im deutschen Sprachraum existierenden Universitäten zeigt Christoph Galle (Gießen / Hamburg), wohin es die jungen Männer aus Siegen zum Studium zog und wie sich ihre Studienortwahl bedingt durch äußere Faktoren wie die Gründung neuer Ausbildungsstätten im Laufe der Jahrzehnte veränderte.

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Das Siegerland war seit 1945 stark von Migration betroffen. Insbesondere »Flucht und Vertreibung«, die Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte seit den 1950er Jahren und die Zuwanderung von Aussiedlern und Spätaussiedlern hinterließen Spuren im kollektiven Gedächtnis.

Der Historiker Matthias Opitz von der Universität Siegen untersucht in seinem Dissertationsprojekt die Bedeutung der Migration für die regionale Erinnerungskultur.

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Der Vortrag stellt die noch vorhandenen Befestigungen an der Grenze des Siegerlandes zum kurkölnischen Sauerland und zu Wittgenstein vor.

Hierbei werden die archäologischen Denkmäler im Bild präsentiert, historische Landkarten gezeigt und der schriftliche Befund in Form von Grenzbeschreibungen und -begehungen aus dem 15. bis 17. Jahrhundert herangezogen.

Insbesondere die Begehungen vor Ort erbrachten die Neuentdeckung von bislang unbekannten Befestigungen. Es konnte aber auch eine bislang nicht berücksichtigte früheste Grenzbeschreibung in einer Urkunde aufgefunden werden.

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