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Während die Welt immer komplexer wird, ist gleichzeitig - nicht nur in westlichen Gesellschaften - ein Rückgang an Ambiguitätstoleranz festzustellen. Die Fähigkeit, Widersprüche auszuhalten, Ungewissheiten zu ertragen, andere Sichtweisen gelten zu lassen, ist offensichtlich weltweit im Schwinden begriffen. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf die Gesellschaft, etwa auf die Akzeptanz von Demokratie, sondern auch auf jene Bereiche der Kultur, die auf Ambiguitätstoleranz angewiesen sind, ja dazu beitragen könnten, Ambiguitätstoleranz in der Gesellschaft zu stärken wie Theater, Kunst und Musik. Auch ein auf möglichst schnelle und effiziente Ausbildung gerichtetes Bildungssystem lässt immer weniger Raum für spielerische Kreativität.

Thomas Bauer ist Professor für Arabistik und einer der besten Islamwissenschaftler. Er ist von der Deutschen Forschungsgemeinschaft 2013 mit dem renommierten Leibniz-Preis ausgezeichnet worden. Zuletzt ist von ihm bei C.H. Beck das Buch »Warum es kein islamisches Mittelalter gab. Das Erbe der Antike und der Orient« erschienen.

So funktioniert vhs.wissen live:
- Die Veranstaltung wird LIVE GESTREAMT
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Zwei Seiten einer glamourösen Medaille
Napoléon der revolutionäre Held, Bonaparte der reaktionäre Diktator. Der mutige, aufgeklärte Korse und rücksichtslose Autokrat mit Hang zur Vetternwirtschaft, polarisiert seit über zwei Jahrhunderten. Seine visuelle Stilisierung in ikonischen Posen und mit markanten Kleidungsstücken hat sich im kollektiven Gedächtnis bis heute eingeprägt. Napoléon war ein Genie der medialen Selbstinszenierung und das spiegelt sich in unzähligen vorteilhaften Portraits wieder, die er zum Teil selbst in Auftrag gab und eine riesige Verbreitung fanden. Unvermeidlich wurde er gleichzeitig die Zielscheibe von zahlreichen Karikaturen und gnadenlosen Urformen der Comics. Die Flut an schmeichelnden und schmähenden Abbildungen in Malerei, Grafik, Bildhauerei und Numismatik endete nicht mit seinem Tod, vielmehr ging die Schere zwischen Verklärung und Spott noch weiter auseinander.

Anmeldeschluss: 21.09.2021
Anmeldung erforderlich! (Teilnehmer*innenzahl begrenzt)
Telefon 0271 404-3000, E-Mail vhs@siegen.de oder persönlich
Menschen sind Gefahren ausgesetzt und viele dieser Gefahren sind von Menschen verursacht oder beeinflusst.
Wir leben nicht heute erst in der»postmodernen Moderne« (Ulrich Beck) in einer »Risikogesellschaft«, vielmehr war die Menschheit von jeher Risiken ausgesetzt und hat versucht, diese durch eigenes Tun günstig zu beeinflussen. Bevor Menschheitsgeißeln wie die Pest, die Pocken, Masern etc. durch Hygienemaßnahmen und Impfungen unter Kontrolle gebracht wurden, gehörten Epidemien zu den größten Menschheitsgefahren.
Uns ist unterdessen bewusst, dass es damit nicht vorüber ist. Kriege, Umweltzerstörung, Großtechnologien vernichten und gefährden Menschenleben, sind aber allein von Menschen verantwortet.
Die Realität des Risikos zwingt uns zu einer rationalen Auseinandersetzung: Wie sollen wir auf Risiken reagieren und welche Rolle spielend dabei ethische Kriterien?

Julian Nida-Rümelin gilt als einer der renommiertesten Philosophen in Deutschland und lehrt Philosophie und politische Theorie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Er gehörte als Staatsminister für Kultur und Medien dem ersten Kabinett Schröder an. Er ist Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Berlin und der Europäischen Akademie der Wissenschaften. Im Frühjahr 2021 veröffentlichte er gemeinsam mit Nathalie Weidenfeld bei Piper »Die Realität des Risikos: Über den vernünftigen Umgang mit Gefahren«.

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Dürfen Figuren in den Illustrationen jüdischer Bibeln vorkommen und wie viele Themen der christlichen Kunst stammen eigentlich aus dem Judentum? Wie viele Synagogen hat es bisher in Deutschland gegeben und wann haben Pogrome angefangen? Hat es längere Phasen des friedlichen Zusammenlebens und der konstruktiven Zusammenarbeit zwischen deutschen Bürgern verschiedenen Glaubens gegeben?
Eine mehrteilige Vortragsreihe informiert kurzweilig und interaktiv über wenig bekannte Fakten des Miteinanders von jüdischen und nicht-jüdischen Deutschen. Bewundern Sie prächtige Kunstwerke, testen Sie Ihr Wissen mit Quiz-Einlagen und erfahren Sie mehr über herausragende Persönlichkeiten und den vergessenen Alltag der letzten 1700 Jahre zwischen den Alpen und der Nordsee.
Juden und Christen teilen mit dem Alten Testament einen großen Abschnitt der Bibel und damit wesentliche Glaubensinhalte, aber auch viele Geschichten, die immer wieder in den jeweiligen Illustrationen abgebildet werden. Der traditionsreichen Aufgeschlossenheit jüdischer Publikationen gegenüber figürlichen Darstellungen entspricht der wiederkehrende Bildersturm im Christentum. Was verbindet und was trennt wirklich die Kunst beider Kulturwelten?

Anmeldeschluss: 28.09.2021
Anmeldung erforderlich! (Teilnehmer*innenzahl begrenzt)
Telefon 0271 404-3000, E-Mail vhs@siegen.de oder persönlich
1514 erreicht Papst Leo X. in Rom ein Geschenk des Königs von Portugal, ein junger weißer Elefant.
Ausgehend von diesem Ereignis, das seinerzeit ungeheures Aufsehen erregte, unternimmt Martin Zimmermann seinem Vortrag eine Reise ins Zeitalter der »Entdecker«.
Er erzählt von gefährlichen Überfahrten, der Begegnung mit dem Fremden, kolonialer Gewalt, der Macht der Kartografie und der Kirche als aufmerksamen Begleiter, der an Mission, aber auch an den Reichtümern ferner Länder interessiert war.
In einem aus heutiger Sicht ungeheuerlichen Vertrag teilten sich Portugal und Spanien im Jahr 1494 gar die Welt untereinander auf, indem sie durch den Atlantik eine Linie vom Nord- zum Südpol ziehen - ein Sinnbild herrscherlicher Hybris, das bis heute nachwirkt.

Prof. Martin Zimmermann lehrt Alte Geschichte an der LMU München. Er ist Sprecher des 53. Historikertages, der vom 5. - 8.10.2021 in München stattfindet.

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Die Provinz hat keinen guten Ruf. Sie gilt als verschlafen, rückständig und piefig. »Provinziell« zu sein, lässt sich daher niemand gerne nachsagen. Wer hip, modern sein und am Puls der Zeit leben will, muss sich in Berlin oder einer der Metropolen dieser Welt herumtreiben. Vergessen wird jedoch oft, dass das geistige und kulturelle Leben Deutschlands jahrhundertelang in der Provinz stattfand und bis heute stattfindet - man denke nur an Weimar, Heidelberg, Tübingen oder Marburg. Eine Metropole gab es lange Zeit nicht. Die Provinz war Ort des Aufbruchs, des intellektuellen und wirtschaftlichen, aber auch des erotischen, wie die französische Literatur des 19. Jahrhunderts belegt.

Von Würzburg über Bochum und Siegen nach Palo Alto: Der Weltbürger Hans Ulrich Gumbrecht hat fast ausschließlich in der Peripherie gelebt. Da, wo sich Hightech-Unternehmen, Forschungsinstitutionen und viele der besten Universitäten der Welt befinden. Das Silicon Valley steht paradigmatisch für diesen Trend. Ist die Provinz vielleicht doch besser als ihr Ruf?

Hans Ulrich Gumbrecht ist Literaturwissenschaftler an der Universität Stanford

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Was uns wirklich bedroht und wie wir richtig damit umgehen Nahezu täglich bringen uns die Medien neue Hiobsbotschaften: steigende Kriminalität, gentechnisch veränderte Lebensmittel oder Elektrosmog. Wird unser Leben nicht immer gefährlicher, unsicherer, risikoreicher? Ortwin Renn, der international anerkannte Risikoforscher und renommierte Technik- und Umweltsoziologe, sagt: nein. Die durchschnittliche Lebenserwartung steigt beständig, in vielerlei Hinsicht geht es uns immer besser. Wie fürchten uns, so Renn, vor »falschen« Gefahren, verschließen aber die Augen vor Risiken, die uns und unsere Nachwelt erheblich bedrohen. Renn zeigt, welches diese sind, warum wir sie unterschätzen und wie wir im Sinne der Nachhaltigkeit verantwortungsvoll damit umgehen können.

Ortwin Renn ist Wissenschaftlicher Direktor am Institut für Transformative Nachhaltigkeitsforschung (Institute for Advanced Sustainability Studies, IASS) in Potsdam und Professor für Umwelt und Techniksoziologie an der Universität Stuttgart. Außerdem leitet er das Forschungsinstitut DIALOGIK. Seine Hauptforschungsfelder sind Risikoanalyse (Governance, Wahrnehmung und Kommunikation), Theorie und Praxis der Bürgerbeteiligung bei öffentlichen Vorhaben, Transformationsforschung sowie sozialer und technischer Wandel in Richtung einer nachhaltigen Entwicklung

In Zusammenarbeit mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech).

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freie Plätze WEB-VORTRAG Tiere auf dem Teller: - Z30201-1

( ab Mi., 13.10., 19.00 Uhr )

WEB-VORTRÄGE

Erleben Sie Vorträge von Professoren aus ganz Deutschland und dem Ausland!
Bei den Vorlesungen auf Uni-Niveau sind die Referent*innen entweder Universitätsprofessor*innen oder Mitarbeiter*innen anderer wissenschaftlicher Einrichtungen.
Sie halten die Vorträge live aus ihrem jeweiligen Institut, teilweise sogar aus dem Ausland.
- Rechtzeitig vor dem Online-Vortrag erhalten Sie den Link zum Livestream
- Anmeldung online unter www.vhs-siegen.de, schriftlich oder telefonisch
Vielen Menschen ist bewusst, dass es sich bei Vegetarismus und Veganismus um Überzeugungssysteme handelt, die beinhalten, dass das Essen von Fleisch oder allgemein das Essen von Tieren abgelehnt wird.
Doch auch die soziale Norm Tiere zu essen geht mit Überzeugungen einher, die dieses Verhalten legitimieren.

Die Psychologin Dr. Tamara Schneider hat viele Jahre zur Psychologie des Tiere Essens geforscht und international dazu publiziert. Sie erklärt in ihrem Vortrag u. a., warum die meisten von uns keine selbstbestimmte Entscheidung in Bezug auf ihr Ernährungsverhalten getroffen haben und zeigt auf, welche psychologischen Phänomene damit einhergehen, das wir manche Tiere essen und die anderen streicheln.

Dr. Tamara Schneider
Psychologisches Institut, Johannes Gutenberg-Universität Mainz

freie Plätze WEB-VORTRAG Tinnitus - Lärm im Ohr - Z30202-1

( ab Do., 14.10., 19.00 Uhr )

Beim Tinnitus leidet der Patient unter ständigen Ohrgeräuschen unterschiedlicher Lautstärke und Beschaffenheit, die scheinbar von außen kommen. Akut entstehen sie meistens im Ohr, oft aber entwickeln sie in zentralen Netzwerken des Hörsystems ihre Chronifizierung.

Tinnitus betrifft jeden zehnten Menschen in Deutschland, Frauen wie Männer jeden Alters. Das ständige Pfeifen und Summen im Ohr führt zu Schlafstörungen. Depressionen und soziale Isolation können die Folge sein. Alles dreht sich nur noch um die Geräusche im Ohr. Die Patienten halten oft tagsüber den Alltagstress nicht mehr aus.
Der Referent berichtet, welche Möglichkeiten die moderne Medizin gegen die lästigen Ohrgeräusche bereithält und wie Patienten lernen können, mit ihnen umzugehen.

Prof. Dr. med. Dr. med. habil. Gerhard Goebel
Ehrenmitglied und Vizepräsident Deutsche Tinnitus-Liga e.V., Wuppertal (DTL)
Karl Lauterbach im Gespräch mit Thomas Pogge

Die Corona Krise hat uns deutlich vor Augen geführt, dass Pandemien nur global bekämpft werden können. Unabhängig vom Einkommen muss jede/r Zugang zu Medikamenten oder Impfstoffen bekommen. Dies ist aus ethischen Gründen aber auch aus Nützlichkeitsüberlegungen erforderlich.
Doch wie kann ein Gesundheitssystem fairer und effizienter gestaltet werden? Durch welche Anreize kann auch die Pharmaindustrie hier einbezogen werden, ohne die die Entwicklung von Medikamenten oder Impfstoffe undenkbar wäre? Diese Fragen diskutieren der Politiker Karl Lauterbach und der Philosoph Thomas Pogge.

Prof.Dr.Dr. Karl Lauterbach ist Mediziner und Gesundheitsökonom. Er ist Mitglied der SPD und seit 2005 Abgeordneter im Deutschen Bundestag. Von 1992 bis 1993 hatte er ein Fellowship der Harvard Medical School inne. Einer seiner Betreuer war Amartya Sen.

Prof.Dr. Thomas Pogge ist Professor für Philosophie und internationale Angelegenheiten (Philosophy and International Affairs) an der Yale University an. Er promovierte an der Harvard University bei John Rawls.


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