Kursangebote >> Programmbereiche >> Mensch und Gesellschaft >> Schwerpunktthema: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland
SCHWERPUNKTTHEMA »1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland« Seit 1700 Jahren leben Menschen jüdischen Glaubens in Deutschland. Das Jubiläum wird ein Jahr lang bundesweit mit vielen Veranstaltungen gewürdigt. Den Auftakt bildete ein Festakt in der Kölner Synagoge, an dem auch der Bundespräsident teilnahm. https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/1700-jahre-juedisches-leben-1854114 https://www.volkshochschule.de/verbandswelt/programmbereiche/gesellschaft/1700jahre/index.php

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SCHWERPUNKTTHEMA »1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland«

Der deutsche Schriftsteller Lion Feuchtwanger gehörte zu den einflussreichsten Persönlichkeiten des Literaturbetriebs der Weimarer Republik.

Mit 24 Jahren gründete der junge Feuchtwanger eine eigene Kulturzeitschrift »Der Spiegel« und engagierte sich gegen Antisemitismus.

Nach Erfolgen als Dramatiker widmete er sich dem historischen Roman. In diesem Genre war er mit seinem 1925 veröffentlichten Roman »Jud Süß«, in dem er das Thema Antisemitismus aufgriff, vor allem in englischsprachigen Ländern erfolgreich.

Während einer Vortragsreise in den USA erfuhr Lion Feuchtwanger von der nationalsozialistischen Machtübernahme und ging mit seiner Frau Marta ins französische Exil nach Sanary-sur-Mer. Unter abenteuerlichen Umständen floh Feuchtwanger 1941 in die USA. In Kalifornien lebte er bis zu seinem Tod 1957 und hinterließ ein bedeutendes Werk an Romanen, Erzählungen und Theaterstücken.

Einige seiner Werke wurden verfilmt u.a. - Der falsche Nero, Jud Süß, Erfolg, Die Brüder Lautensack und Exil. Auf diese Filme wird im zweiten Teil der Veranstaltungsreihe am 30.11.2021 eingegangen.

Renate Helm und Andreas Richter, Biographisch-literarische Lesung und Filmausschnitte

Anmeldung erforderlich! (Teilnehmer*innenzahl begrenzt)
Telefon 0271 404-3000, www.vhs-siegen.de, E-Mail vhs@siegen.de oder persönlich.
SCHWERPUNKTTHEMA »1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland«

Der deutsche Schriftsteller Lion Feuchtwanger gehörte zu den einflussreichsten Persönlichkeiten des Literaturbetriebs der Weimarer Republik.

Mit 24 Jahren gründete der junge Feuchtwanger eine eigene Kulturzeitschrift »Der Spiegel« und engagierte sich gegen Antisemitismus.

Nach Erfolgen als Dramatiker widmete er sich dem historischen Roman. In diesem Genre war er mit seinem 1925 veröffentlichten Roman »Jud Süß«, in dem er das Thema Antisemitismus aufgriff, vor allem in englischsprachigen Ländern erfolgreich.

Während einer Vortragsreise in den USA erfuhr Lion Feuchtwanger von der nationalsozialistischen Machtübernahme und ging mit seiner Frau Marta ins französische Exil nach Sanary-sur-Mer. Unter abenteuerlichen Umständen floh Feuchtwanger 1941 in die USA. In Kalifornien lebte er bis zu seinem Tod 1957 und hinterließ ein bedeutendes Werk an Romanen, Erzählungen und Theaterstücken.

Einige seiner Werke wurden verfilmt u.a. - Der falsche Nero, Jud Süß, Erfolg, Die Brüder Lautensack und Exil. Auf diese Filme wird eingegangen.

Renate Helm und Andreas Richter, Filmausschnitte

Anmeldung erforderlich! (Teilnehmer*innenzahl begrenzt)
Telefon 0271 404-3000, www.vhs-siegen.de, E-Mail vhs@siegen.de oder persönlich.

auf Warteliste VORTRAG und Lesung Kurt Tucholsky - Z10003-1

( ab Do., 28.10., 15.30 Uhr )

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Kurt Tucholsky gehörte zu den bekannten Publizisten der Weimarer Republik. Er arbeitete als Kabarett-Autor, als Journalist, Kritiker, Lyriker und Romanschriftsteller. Seine erbitterte Feindschaft galt dem Militarismus und dem Nationalsozialismus. In immer neuen Pamphleten, Liedern und Gedichten trat er gegen das Vergessen des furchtbaren Krieges an und warnte vor dem Erstarken der Rechtsradikalen.

Anmeldung erforderlich! (Teilnehmer*innenzahl begrenzt)
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freie Plätze »Das Herz, das ist ein dummer Hund« - Z10004-1

( ab Fr., 29.10., 19.00 Uhr )

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Geboren in Amsterdam ging Lin Jaldati in die junge DDR, nachdem sie als Mitgefangene von Anne Frank Westerbork und danach Auschwitz überlebte sowie 1945 die Befreiung in Bergen-Belsen erlebte. Als jüdische Kommunistin in der Zeit des kalten Krieges schien es für die Sängerin und Tänzerin keinen Platz in den Niederlanden zu geben.

Lin Jaldati war eine der ersten, die ihre Geschichte und die von Anne Frank erzählte.

In Ostdeutschland wurde sie schnell zur bekanntesten Interpretin jiddischer Lieder. Gastspiele führten sie in beinahe alle Länder Europas, nach Indien sowie Ost- u. Südostasien.

Zu den jiddischen Liedern und Tänzen kamen nach und nach auch Widerstandslieder hinzu. Sie beschloss alle ihre Konzerte mit dem jiddischen Partisanenlied »Zog nisht keynmol az du geyst dem letstn veg«.
Als sie und ihr Mann am Ende ihres Lebens ihre Lebenserinnerungen aufschrieben, gab sie dem Buch die Liedzeile »Sag nie, du gehst den letzten Weg« als Titel.

Andreas Richter, der Lin Jaldati 1985 begegnete, singt Lieder aus Lin Jaldatis Repertoire und liest dazu biografische Texte. Begleitet wird er von Christa Spies am Klavier.

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freie Plätze VORTRAG und Lesung Heinrich Heine - Z10005-1

( ab So., 7.11., 15.00 Uhr )

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Als durch die Restauration aus seiner Heimat vertriebener Dichter kannte Heinrich Heine die Macht der Zensur ganz genau. Sie entschied sogar darüber, wer als deutscher Dichter galt, und Heinrich Heine machte sie lange Zeit zum Fremdling. Er lebte und schrieb in der Weltstadt Paris.

»Ich hatte einst ein schönes Vaterland./
Der Eichenbaum/
wuchs dort so hoch, die Veilchen nickten sanft./
Es war ein Traum./

Das küsste mich auf deutsch und sprach auf deutsch/
(Man glaubt es kaum,/
wie gut es klang) das Wort: »Ich liebe dich!«/
Es war ein Traum.«

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Mirjam Pressler war preisgekrönte Autorin zahlreicher Jugendbücher und Übersetzerin von mehr als dreihundert Büchern aus dem Englischen, Niederländischen und Hebräischen, darunter auch die von Zeruya Shalev, Amos Oz oder die Werkausgabe der Anne Frank-Tagebücher.

Sie erhielt 2015 für die Übersetzung des letzten Romans von Amos Oz »Judas« den Preis der Leipziger Buchmesse und den Internationalen Literaturpreis des Berliner Haus der Kulturen der Welt. In Deutschland ist sie aber vor allem als Schriftstellerin vielfach preisgekrönter Kinder- und Jugendbücher bekannt: »Der Name Pressler ist ein Synonym für nicht nur erfolgreiche, sondern gute und anspruchsvolle Kinder- und Jugendliteratur.« (Gerrit Bartels, taz)

Laura lässt das Geheimnis, das den mittelalterlichen jüdischen Schatz von Erfurt umgibt, nicht mehr los. Sie taucht ein in das Schicksal von Rachel und Joschua, die 1349 vor dem Pestpogrom fliehen mussten. Vielleicht begegnet Laura gerade deshalb jetzt Alexej, der es am liebsten verschweigen möchte, dass er Jude ist. Allmählich versteht Laura, in wie viele Fettnäpfchen man treten kann, wenn man sich in einen Juden verliebt und was es heute bedeutet, jüdisch zu sein.

»Dunkles Gold« ist ein aufwühlender Roman von großer Wahrhaftigkeit über jüdische Identität und Antisemitismus, Liebe und Hoffnung, von einer großen Erzählerin.

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freie Plätze VORTRAG und Lesung Nelly Sachs - Z10007-1

( ab So., 21.11., 15.00 Uhr )

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Immer wieder waren es ihre Dichterkollegen, die an die vergessene große Dichterin erinnerten.
Das Werk von Nelly Sachs war 1966 mit dem Literatur-Nobelpreis geehrt worden, aber bekannt war es nicht.

Nelly Sachs lebte und arbeitete in ihrer kleinen Wohnung in Stockholm, seit sie aus ihrer Heimat Berlin geflohen war. Fast in letzter Minute waren Nelly Sachs und ihre Mutter im Mai 1940 dank der Hilfe von Selma Lagerlöf aus Berlin gerettet und nach Stockholm geflogen worden. Ihr gesamtes Werk galt der Stimme der Millionen Menschen, die nicht gerettet werden konnten.

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freie Plätze VORTRAG und Lesung Ernst Bloch - Z10010-1

( ab Do., 2.12., 15.30 Uhr )

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Ernst Blochs großes philosophisches Werk »Das Prinzip Hoffnung« hat nach seiner Entstehung während der Jahre von Krieg, Diktatur und Holocaust seitdem viele Generationen geprägt. Von seiner Teilhabe an der Revolution der 1968-iger Jahre ist es durch die wandelnden Zeiten gegangen, bis sein Titel sogar in den allgemeinen Sprachgebrauch gekommen ist.

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