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Vom Eintreffen der ersten belgischen Soldaten am 11.11.1946 bis zum finalen Abschließen des letzten Kasernentors auf dem Wellersberg am 22.12.1994 vergingen fast fünf Jahrzehnte, in denen die Krönchenstadt Teil einer umfassenden belgischen Militärpräsenz in Rheinland und Westfalen gewesen war.

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SCHWERPUNKTTHEMA »1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland«

Es gibt lediglich zwei urkundliche Hinweise auf Juden im ausgehenden Mittelalter. Strenge Verordnungen untersagen die Ansiedlung von Juden in Nassau-Siegen; es gilt Konkurrenz abzuhalten. Jüdischen Händlern aus Hessen wird nur die Beteiligung an Siegener Markttagen erlaubt.

Benjamin Moses aus dem Sauerland erwirbt 1797 vom Freiherrn von Fürstenberg ein Grundstück in Burgholdinghausen. Einer seiner Nachkommen ist der Siegener Hugo Herrmann.

Isaac Rosenberg, ein hessischer Händler, lässt sich 1817 in Siegen nieder und kämpft jahrzehntelang um das Bürgerrecht.

Erst durch den Bau der Bahnstrecken Köln-Siegen und Hagen-Siegen kommt es zum Ende der 1860er Jahre zum Zuzug jüdischer Familien. Sie sind Kaufleute, Metzger, Vieh- und Fellhändler.

1884 gründet sich die Synagogengemeinde Siegen. Vorsteher ist Meyer Leser Stern, gebürtig aus Hohenlimburg.

In Stadt und Kreis Siegen leben 234 Menschen jüdischen Glaubens. Das ist die höchste Zahl. 211 sind es nur noch 1933.

1904 wird die Synagoge am Obergraben feierlich eingeweiht. Nur ganze 34 Jahre wird in ihr gebetet. Einige Juden können rechtzeitig fliehen. Vier Deportationen erfolgen vom Bahngleis 4 des Siegener Bahnhofs in den Jahren 1942, 1943 und 1944 nach Zamosc, Theresienstadt. Auschwitz und Kassel-Bettenhausen.

An verschiedenen Biografien wird Traute Fries das Schicksal der vom Naziterror verfolgten Menschen in Erinnerung rufen.

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